Essig-Rose - Rosa gallica

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Essig-Rose
Datei:Art.jpg
Systematik
Klasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Rosen (Rosa)
Art: Rosa gallica
Wissenschaftlicher Name
Rosa gallica
L.


Inhaltsverzeichnis

Regional-Namen

Beschreibung

Habitus

Die Essig-Rose ist ein aufrechter Kleinstrauch, der üblicherweise bis zu 50 cm hoch wird, unter günstigen Standortbedingungen (und durch Hybridisierung?) kann die Pflanze auch 1 m Höhe erreichen. Sie bildet lange unterirdische Achsen (Ausläufer), die stark verzweigt sind und dadurch größer Flächen dicht durchwurzeln können.

Triebe

Die aus den Ausläufern senkrecht aufsteigenden Stämmchen sind deutlich verschiedenstachelig. Der größte auftretende Stacheltyp hat eine (rosentypisch) verbreiterte Basis und ist schwach gekrümmt. Die nächstkräftigere Stachelform ist gerade ohne verbreiterte Basis. Dazwischen eingestreut ist eine Vielzahl an brüchigen dünnen Nadelstacheln und zahlreichen stacheligen Borstenhaaren. Eine Besonderheit sind die an den jungen Trieben gehäuft auftretenden Stieldrüsen.

Blätter

Das Fiederblatt der Essigrose ist konsequent 5-zählig, Abweichungen sind selten. Die Teilblättchen sind groß und derb ledrig. Die Oberseite ist kahl und etwas glänzend, die Unterseite durch eine feine Behaarung graugrün. Die Blattspreite ist selten ganz ausgrebreitet, meist sind die Teilblättchen nach unten geneigt und ergeben ein welkes Aussehen. Der spätere Laubaustrieb, die sogenannten Sommerblätter sind sehr dauerhaft und fallen im Herbst meist noch nicht ab, sondern erst bei der ersten Schneelast.

Blüte

Blüte der Essig-Rose
Kelchblätter mit charakteristischen Stieldrüsen

Zumeist sind die Blüten einzeln, bei guten Wuchsbedingungen (vollsonnig, gute Nährstoffversorgung, hohe Wärmesumme) treten die Blüten auch zu zweit oder zu dritt auf. Die Essig-Rosen-Blüte ist auffallend groß und kann bis zu 9 cm Durchmesser erreichen. Die Farbe der Kronblätter variiert in einem breiten Spektrum von Sattrosa über Karminrot bis zu kräftigem Purpurot. Hellrosa oder gar Weiß sind selten, nur der Nagel der Blütenblätter ist gelblichweiß. Die frisch geöffnete Blüte duftet stark, ist aber kurzlebig (und daher nicht als Schnittblume geeignet).

Frucht

Frucht der Essig-Rose

Die Hagebutten sind kugelig, birnenförmig oder kreiselförmig, bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2 cm. Die Oberfläche der Frucht ist mit kurzen Borsten und Stieldrüsen besetzt und fühlt sich daher rau an. Die Farbe wechselt mit der Reife von orange nach braunrot. Die fleischarmen Hagebutten reifen kurz vor der Hunds-Rose und fallen spät ab.

Die Kelchblätter sind nach der Blüte zurückgeschlagen und fallen früh ab.

Kerne, Samen

Regionale Ausprägungen

  • Pannonische Essigrose

Neben der ursprünglich heimischen Wildart kommen spontan immer wieder Bastarde mit anderen Wildrosenarten vor, die sich meist durch ihre größerer Wuchshöhe unterscheiden.

Verbreitung in Europa

Hauptverbreitungsgebiet der Essig-Rose

Die Essig-Rose hat eine südeuropäische Hauptverbreitung, fehlt aber auf der iberischen Halbinsel. In Westeuropa dringt sie in nördlicher Richtung bis Belgien vor, allerdings nur noch punktuell. Weiter östlich reicht das geschlossene Verbreitungsgebiet von Slowenien über Ostösterreich und Tschechien bis nach Südpolen.

Verbreitung in Niederösterreich

In Niederösterreich ist die Essigrose auf den pannonisch beeinflußten Raum beschränkt (Südliches Wiener Becken, Weinviertel, Wachau), im Randbereich des geschlossenen Vorkommensgebietes gibt es auch einige vorgelagerte, verinselte Vorkommen in den Voralpentälern (z.B. Pielachtal bei Rabenstein) und am Südrand des Dunkelsteiner Waldes. Im Westen Niederösterreichs fehlt die Art, im benachbarten Oberösterreich gilt die Art als ausgestorben oder verschollen. Innerhalb des Verbreitungsgebietes ist die Essigrose allerdings selten bis sehr selten.

Standort

Die Essigrose gilt als "urbanophob", das heißt, sie wächst (unter natürlichen Bedingungen) ausschließlich außerhalb der menschlichen Siedlungen. Die Pflanzengesellschaften in denen sie vorkommt sind:

  • Thermophile und mesophile Saumgesellschaften (Trifolio-Geranietea sanguinei)
  • Kreuzdorn-Schlehengebüsche (Rhamno-Prunetea spinosae)
  • Mesophile sommergrüne Laubmischwälder (Carpino-Fagetea)
  • Wärmeliebende Eichen-Trockenwälder (Quercetea pubescentis-petraeae)

Besonderheiten

Verwendung

Eignung

Weblinks

Persönliche Werkzeuge